
5 min Lesezeit • 27. Mai 2026
Für Anbieter von Shared-Mobility-Diensten, die sicherstellen wollen, dass ihre Flotten auch in Zukunft relevant und rentabel bleiben, bot der MOQO Summit 2026 eine Blaupause für die Zukunft. Falls Sie nicht dabei waren, erfahren Sie hier, was Sie verpasst haben – und wie sich Vorreiter der Branche bereits auf den Wandel einstellen.
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Mit 150 Expert:innen für Shared Mobility, Betreibern und Servicepartnern, die sich versammelt hatten, wirkte der MOQO Summit 2026 wie ein Klassentreffen für das Shared-Mobility-Netzwerk. Da alle Anwesenden täglich mit denselben oder ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind, verzichteten die Teilnehmenden auf Small Talk und tauchten sofort in intensive, lösungsorientierte Gespräche ein.
Der rote Faden des Summits wurde bereits früh in der strategischen Keynote von MOQO-CEO Michael Minis aufgezeigt. Er sprach das Offensichtliche an: Die bisherigen Geschäftsmodelle reichen nicht mehr aus, um gegenüber dem Privatauto wettbewerbsfähig zu bleiben.
Michael skizzierte einen entscheidenden Paradigmenwechsel von einer „asset-driven“ Denkweise – bei der sich Betreiber ausschließlich auf die Verwaltung von Fahrzeugen und Parkplätzen konzentrieren – hin zu einer „demand-driven“ Zukunft.
Um ein nachhaltiges, profitables Geschäft aufzubauen, müssen Betreiber flexible Mobilität anbieten, die sich an das Leben der Nutzer:innen anpasst und traditionelle Carsharing-Modelle, Auto-Abonnements und Teleoperation nahtlos miteinander verbindet.
Er hob zudem das enorme, ungenutzte Potenzial von Autohäusern hervor, die über die notwendige Infrastruktur und die Kompetenzen verfügen, um zu den ultimativen Mobilitätsknotenpunkten von morgen zu werden.

Aber: Ein nachfrageorientiertes Geschäftsmodell kann schnell zu einem operativen Albtraum werden, wenn es rein manuell verwaltet wird. An dieser Stelle brachte Nils Reißig, Head of Product bei MOQO, die zweite Kernbotschaft auf den Punkt: Skalierung ist nur möglich, wenn man die technische Komplexität automatisiert.
Nils demonstrierte, wie die MOQO-Plattform als „Bindeglied“ zwischen Menschen, Fahrzeugen und Dienstleistungen fungiert. Ein großes Highlight für die anwesenden Betreiber war die Vorstellung der neuen KI-gesteuerten Customer Support Engine.
Durch den Einsatz eines KI-Agenten, der bis zu 90 % der einfachen, faktenbasierten Fahreranfragen sofort löst, und eines neuen Resolution Centers, das komplexe finanzielle Entscheidungen vorverarbeitet, gibt MOQO den Betreibern die Werkzeuge an die Hand, ihre manuellen Supportkosten drastisch zu senken und sich stattdessen auf ihr Wachstum zu konzentrieren.

Neben den MOQO-Keynotes präsentierten Branchenführer auf der Bühne, wie sie nachfrageorientierte und automatisierte Strategien bereits in der Praxis umsetzen.
Dem Privatwagen die Stirn bieten
Diego Ramirez-Gölz (Bolt Drive) erinnerte die Anwesenden daran, dass der eigentliche Rivale nicht andere Anbieter seien, sondern der private Pkw-Besitz. Er erläuterte, wie absolute Zuverlässigkeit und eine nachfrageorientierte Nutzerorientierung eine App von einer „gelegentlichen Option“ zu einem „täglichen Standard“ machen.
Das Last-Mile-Problem lösen
Marko Radpudic (Poppy) sowie Michael Lindhof und Ilker Yilmaz von mobileeee zeigten, wie Fernsteuerung die Grenzen zwischen Free-Floating und stationsbasiertem Sharing aufhebt. Indem sie das Auto per Teleoperation direkt zu Kund:innen bringen, bewiesen sie, dass „der Autohändler der Zukunft eine App ist“.
Intelligenter Flottenbetrieb
Michael Banietzki (Europcar Deutschland) und Alex Barnes (Lanterne) zeigten die Realität der Automatisierung der Flottenlogistik auf. Durch den Übergang von manueller Koordination zu einem intelligenten System, das Wartungsaufgaben automatisch generiert und nachverfolgt, kann Europcar nun Hunderte von Fahrzeugen verwalten, ohne den manuellen Aufwand zu erhöhen.

Die Teilnehmer haben nicht nur zugehört, sondern auch selbst die Ärmel hochgekrempelt. In interaktiven Workshops arbeiteten die Betreiber direkt mit dem MOQO-Team zusammen, um die Roadmap der Plattform aktiv mitzugestalten.
Anstatt nur Frontalvorträgen zuzuhören, gingen die Anbieter gemeinsam echte betriebliche Herausforderungen an – sie diskutierten, wie sich die Verwaltung von Benutzerrollen optimieren, Finanzdaten nahtlos in Buchhaltungssysteme integrieren und wirksamere Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung zum Schutz ihrer Assets einführen lassen.

Zum Abschluss des Summits wurden die Anbieter ausgezeichnet, denen es gelungen ist, bedarfsorientierte Innovation und operative Exzellenz auf der MOQO-Plattform perfekt zu vereinen:

Der Pioniergeist, der in der Digital Church in Aachen zu spüren war, war unverkennbar. Die Shared-Mobility-Branche ist bereit, alte, manuelle Prozesse hinter sich zu lassen und sich auf eine hochautomatisierte, nachfrageorientierte Zukunft einzulassen – und wir könnten nicht enthusiastischer darüber sein.
An alle, die dabei waren, ihre Erkenntnisse geteilt und die Plattform mitgestaltet haben: Vielen Dank. An alle, die es verpasst haben: Wir hoffen, euch bald im MOQO-Netzwerk begrüßen zu dürfen.