OPEX für Shared Mobility

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MIA: Datenanalyse als Basis der Prozessoptimierung

26. Oktober 2021 | Lesezeit: 4 min

Das Aachener Start-Up MIA map intelligence agency bietet Mobilitätsunternehmen und Stadtverwaltungen eine Plattform zur Analyse von Bewegungsdaten. Damit es Kund:innen unterstützen kann, gute, datengestützte Entscheidungen zu treffen, setzt MIA intern auf Operational Excellence. Neben den Mitarbeiter:innen bilden hierbei, wie könnte es anders sein, Daten eine wichtige Grundlage.

Warum spielt Operational Excellence bei der MIA map intelligence agency eine so große Rolle?

Operational Excellence ist für uns die stetige Evaluation und Optimierung des Service Levels. Das bedeutet, in jedem Schritt der Entwicklung und auch während des Betriebs und der Wartung die Kundenzufriedenheit immer im Fokus zu halten. Dafür setzen wir viele State-of-the-Art Technologien ein.

Nur durch die Optimierung und Automatisierung verschiedener Prozesse ist es uns möglich, neue Kund:innen innerhalb weniger Tage in die MIA Mobility Engine onzuboarden. Die MIA Mobility Engine kann Daten verschiedenster Datenquellen, wie zum Beispiel E-Scooter, Fahrräder oder dem ÖPNV, verarbeiten, ohne große technische Anpassungen vorzunehmen. Dies ist nur möglich, da interne Prozesse aufeinander abgestimmt sind und die einzelnen Webservices, aus denen unser Produkt besteht, durch Testing- und andere IT-Best-Practices besonders resilient gegen Fehler und Probleme sind.

Unsere Datenanalyse-Plattform stellt für Unternehmen und Städte die Basis dar, auf welcher kontinuierlich stadtplanerische und strategische Entscheidungen getroffen werden. Daher liegt uns eine hohe Verfügbarkeit und ein fehlerfreier Betrieb besonders am Herzen. Bessere Entscheidungen unserer Kunden tragen schließlich auch zum Erreichen unserer Vision einer besseren Zukunft von Flotte und Stadt bei.

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In ihrem Workshop auf dem MOQO Summit 2021 gehen die drei Gründer der MIA mit Ihnen gemeinsam der Frage nach, wie datengetriebene Entscheidungen über Mobilitätsinfrastruktur und -angebote getroffen werden können. Lernen Sie von den Experten für Datenanalyse!


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Was passiert, wenn doch einmal Fehler auftauchen?

Um das bestmögliche Service-Level zu garantieren und den Betrieb unserer Mobility Engine zu überwachen, nutzen wir verschiedenste Monitoring-Tools. Neben Server- und Netzwerkauslastung, die bei erhöhten Werten automatisch zu einer Meldung an unsere Administratoren führt, werden wir auch darüber informiert, wenn es einen Fehler auf Endnutzerseite geben hat.

Dafür haben wir ein ausgeklügeltes System an Komponenten, die zusammenarbeiten. Konkret handelt es sich unter anderem um Grafana, Loki, InfluxDB, Telegraf und Sentry, welche mit internen Tools kommunizieren. Jeder Fehler, der auf dem Produktionssystem vorkommt, hat unweigerlich ein Ticket zur Folge, welches im nächsten täglichen Teammeeting besprochen wird. So stellen wir sicher, dass ein Fehler nicht wiederholt auftritt und das gesamte Team von diesem lernt. Dazu haben wir in unserem Büro auch ein Dashboard, welches alle Mitarbeitenden schnell über mögliche Fehler, Probleme und den Gesamtstatus unserer Systeme informiert.

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Wie gut kennt ihr die Bedürfnisse eurer Kundengruppen? Wie erfahrt ihr von diesen?

Der intensive Kontakt zu unseren Kund:innen und die kundenspezifischen Analysen, die in der MIA Mobility Engine angeboten werden, sind ein Teil der DNA unseres Unternehmens. Wir versuchen den Kundenwünschen immer einen Schritt voraus zu sein. So ist es üblich, dass wir auch weitere Analysen oder Ideen den Kund:innen vorstellen, die sich vielleicht erst im Nachhinein eine Nutzung dieser vorstellen können. Durch viele Gespräche mit den verschiedensten Stakeholdern aus der Mobilität bekommen wir so einen guten Markteindruck.

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Wird die Operational Excellence bei MIA gemessen? Wenn ja, wie?

Unsere Operational Excellence messen wir über zweierlei Wege. Durch unser intensives Monitoring und unsere digitalen Aufgaben-Tools lassen sich Metriken wie „Bugs pro Monat“ oder „Ausfallzeit“ definieren und messen. So ist es einfach zu erkennen, ob wir unsere Ziele erreicht haben und besser sind als im Vormonat.

Neben den reinen Zahlen sind aber auch Mitarbeiter:innen- und Kund:innengespräche wichtig, da es viele Eigenschaften der Plattform gibt, welche sich nicht in Zahlen abbilden lassen. Hier gilt es, ein gutes Verständnis dafür zu haben, wie wir unseren Kund:innen und Mitarbeiter:innen ein noch besseres Erlebnis schaffen können und wie die Wünsche und Anregungen wieder in unsere Prozesse zurückgeführt werden können. Wir haben unsere Prozesse als Team entwickelt und nehmen ständig teaminterne Vorschläge zur Weiterentwicklung dieser an. Wir möchten dabei immer aus vorherigen Stufen der Entwicklung lernen, mit dem Ziel, alte, nicht gebrauchte, zu bürokratische oder unnötige Prozesse zu entfernen und neue, frische zu etablieren.

Und seid ihr derzeit zufrieden oder gibt es in einigen Bereichen noch Optimierungspotential oder vermeidbare Arbeit?

Grundsätzlich sind wir mit unserer Operational Excellence sehr zufrieden, gestützt von unserem intensiven Monitoring. Aktuell sind wir in einer Größe, in der jeder Team-Member nahezu automatisch in unsere Prozesse mit eingebunden wird. Bei uns sind ALLE Mitarbeitenden für OPEX zuständig und angehalten, bei jeder Zeile Code, bei jedem beantworteten Anruf, bei jeder beantworteten E-Mail, bei jedem geschriebenen Dokument weiterzudenken. Nur so können wir als noch relativ kleines Unternehmen sicherstellen, dass wir den besten Service abliefern, den wir bieten können. Mit einem größeren Team müsste man jedoch Prozesse stärker dokumentieren, damit alle Team-Member die Operational Excellence im Tagesgeschäft im Kopf haben.

Was sind eurer Ansicht nach die größten Schlüsselfaktoren für Operational Excellence als Shared Mobility Provider?

Der größte Schlüsselfaktor für Shared Mobility Provider ist das Auswerten und das Umsetzen von datengestützten Entscheidungen in die Geschäftsprozesse. Wir glauben fest daran, dass viele Flotten ein hohes Optimierungspotential bergen, welches wir mit Hilfe umfassender datengetriebener und bedarfsgerechter Analysen ausschöpfen können. Operational Excellence findet dann nämlich in fast allen Bereichen wieder Anwendung: Von der Planung neuer Stationen oder der Distribution von neuen Vehikeln über die smarte und vorausschauende Wartung bis hin zum reibungslosen Betrieb einer Flotte. Überall lässt sich mit Hilfe von Daten das System kontrollieren, analysieren und verbessern. Deswegen setzen wir mit der MIA Mobility Engine genau an diesem Punkt an.

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Über die MIA map intelligence agency

Nachdem Felix Wehnert, Max Hippler und Gero Gerke als tägliche Nutzer moderner Mobilitätsangebote schon seit 2018 in ihrer Freizeit Daten der Mobility Anbieter sammelten und veröffentlichten, entschlossen sie sich 2019 kurzer Hand, dieses Hobby in ein Start-Up zu wandeln. Schließlich waren die gesammelten und aufbereiteten Daten insbesondere für die Anbieter selbst für interne Analyse- und Entscheidungsprozesse interessant. Die MIA Mobility Engine hilft seitdem Städten und Unternehmen, datengestützte Entscheidungen über Mobilitätsinfrastrukturen und -angebote zu treffen.

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